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Wer war John Knox Es
war im Jahr 1953, als Charles Tudor Leber, damals Generalsekretär im
Amt für Missionen im Ausland innerhalb der Presbiterianischen Kirche
der USA (PCUSA), die Idee hatte, in Genf ein Heim für Studenten
aus der dritten Welt zu eröffnen. Mit
Mitteln der PCUSA wurde daraufhin im Stadtviertel von Malagnou, wo sich
damals auch der Ökumenische Rat der Kirchen befand, ein typisches
Schweizer Chalet gekauft. Es hatte gerade genug Platz für die Familie
des Direktors Pastor Ray Teeuwissen (1954-1958), 11 Dauergäste und 6
Kurzzeitgäste. Die offizielle Einweihung fand am 6. und 7. Juni 1955
statt. |
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Das
Heim wurde sehr schnell ein bevorzugter Aufenthaltsort für die Besucher
von ‘Malagnou’, da es ein Ort war, wo die Gäste und Studenten ihre
Reiseerfahrungen austauschten, Mahlzeit und Gebet teilten, zusammen mit
den Angestellten des Weltkirchenrates über die Schriften diskutierten,
Ideologien sich trafen und neue Freundschaften geschlossen wurden. Unter
der Direktion von Paul Frelick (1958-1966), wurden erste jährliche
Seminare für Studenten aus Afrika, Asien und später auch aus
Lateinamerika organisiert. Nach
und nach kreisten immer mehr Hochhäuser das Chalet ein, das auch bald
zu klein wurde. Dies führte dazu, daß 1962, im Zuge der Verlegung des
Weltkirchenrates und seiner Schwesterorganisationen auf die andere Seite
der Stadt, auch das John Knox Heim umzog. Auf einem Grundstück von
13‘500 m2 im Stadtteil Grand-Saconnex, wurde ein neues Gebäude
errichtet. Es drückt die Vision des damaligen Direktors und des
Architekten, M. Dominique Gampert aus: ‚Symbolisch führen alle Gänge
den Gast in das Zentrum des Gebäudes, ein Zentrum, das ein Ort der
Gemeinschaft und des Zusammentreffens aber auch des Teilens darstellt‘. Im
April 1963 kamen die ersten Bewohner an: hauptsächlich Studenten des
‚Institut Universitaire des Hautes Etudes internationales‘. Unter
der Direktion von Charles Harper(1967-1974), wurde 1969 noch ein großer
Konferenzsaal hinzugefügt. Im
Zuge der Restrukturierung der Presbyterianischen Kirche der USA im Jahre
1973, versiegte die Finanzierungsquelle des John Knox Heims. Ihm drohte
die Schließung. Dank der Initiative des damaligen Generalsekretärs des
Reformierten Weltbundes, Pastor Edmond Perret, wurde das John Knox Heim
unter die Schirmherrschaft des RWB gestellt. Allerdings übernahm dieser
keinerlei finanzielle oder juristische Verantwortung. Das John Knox Heim
wurde umbenannt in ‚Internationales Reformiertes John Knox Zentrum‘
und in eine finanziell unabhängige ‚Nicht-Regierungs-Organisation‘
in der Rechtsform eines Vereins ohne Gewinnabsichten umgewandelt. Michel
Cluzel wurde neuer Direktor und das Personal wurde beträchtlich
reduziert. Um
das Zentrum rentabler zu machen, begann man Gruppen für
Kurzzeitaufenthalte zu beherbergen. Doch gleichzeitig fanden Menschen
mit geringem Einkommen wie auch Flüchtlinge immer einen Platz im
Zentrum. Außerdem vermietete man Büroräume an verschiedene
Organisationen. All dies erlaubte dem Zentrum selbst mit einem
gekürzten Budget weiter zu existieren. Um
den Ansprüchen der Gäste besser gerecht zu werden, beschloß der
damalige Vorstand einen Flügel des Gebäudes in komfortablere Zimmer
umzubauen. 1980 war die Renovierung beendet, doch auch der Direktor,
Michel Cluzel, wollte neuen Ufern zustreben. Im
Jahr 1981 wurde der Pastor Jean-Jacques Bauswein zum neuen Direktor
ernannt. Unter seiner Leitung öffnete sich das John Knox Zentrum einer
erweiterten Kundschaft. Religiöse und humanitäre Organisationen mit
Sitz in Genf sowie aus dem Ausland und internationale Universitäten zählten
von nun an regelmäßig zu seinen Gästen. Mehr als 180 Gruppen nutzten
jährlich die Dienste des IRJKZ für Ihre Gruppengespräche,
Expertentreffen, Arbeitssitzungen oder Fortbildungsseminare. Das Zentrum
selber initiierte und organisierte spezifische Aktivitäten wie Seminare
und Begegnungstreffen.
Im Dezember 1996 endete die Ära Bauswein. Unter seiner 15-jährigen
Führung hatte sich das Zentrum einen beachtlichen Bekanntheitsgrad
erworben. Nach eineinhalb Jahren der Ungewißheit, während denen eine
Interimsdirektion das Zentrum leitete, wurde Pastor Marc Appel am 1.
Juli 1998 zum neuen Direktor ernannt. Mit seiner Ankunft begann ein
neuer Wind zu wehen. Das Zentrum hat zur Zeit große
Renovierungsprojekte, die es noch attraktiver für seine Besucher machen
sollen. |
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